Übler Geruch aus dem Abfluss ist unangenehm – und oft ein Hinweis auf ein tieferes Problem. Wir zeigen Ihnen die häufigsten Ursachen und die wirksamsten Gegenmittel.
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Der Siphon (das gebogene Rohrstück unter dem Becken) ist der primäre Geruchsverschluss. Das darin stehende Wasser verhindert, dass Abwassergase aus dem Kanal in die Wohnung aufsteigen. Wird ein Abfluss lange nicht benutzt – zum Beispiel ein selten genutztes Gästebad, eine Kellerdusche oder ein Zweitwohnsitz – verdunstet das Wasser im Siphon, und der Geruchsverschluss ist weg.
Lösung: Lassen Sie kurz Wasser ablaufen – schon füllt sich der Siphon wieder. Bei selten genutzten Abflüssen regelmäßig kurz Wasser laufen lassen (alle 3–4 Wochen), oder etwas Speiseöl eingießen: Öl verdunstet nicht und hält den Geruchsverschluss aufrecht.
Im Inneren der Rohre und am Siphon selbst setzen sich organische Ablagerungen fest: Haare, Seife, Fette, Speisereste. Auf diesem Nährstoffgemisch bildet sich Biofilm – eine Schicht aus Bakterien und Pilzen, die intensiv riecht. Besonders der Küchenabfluss und die Dusche sind anfällig.
Lösung: Siphon öffnen und mechanisch reinigen. Im Küchenbereich Fettablagerungen mit heißem Wasser und einem enzymatischen Abflussmittel behandeln. Im Badbereich Haare und Seifenreste entfernen. Danach mit heißem Wasser nachspülen.
Eine partielle Verstopfung muss nicht unbedingt dazu führen, dass der Abfluss nicht mehr läuft – sie kann zunächst nur durch Geruch auffallen. Ablagerungen, die sich anstauen und von Bakterien zersetzt werden, erzeugen intensive Gerüche. Diese sitzen oft tiefer im Rohr, wo Hausmittel kaum hinreichen.
Wenn eine Muffe undicht ist oder ein Rohr einen kleinen Riss hat, können Abwassergase direkt in den Raum austreten – ohne dass es zu einem Wasseraustritt kommt. Das ist schwerer zu erkennen und erfordert oft eine Kamerainspektion oder Drucktest, um die Schadensstelle zu lokalisieren.
Wenn nicht nur ein einzelner Abfluss riecht, sondern der unangenehme Geruch aus mehreren Abflüssen gleichzeitig aufsteigt – oder sogar aus Räumen ohne direkten Abfluss – liegt das Problem tiefer. Eine Verstopfung oder Beschädigung in der Hauptleitung kann dazu führen, dass Gase aus dem Kanalnetz in das gesamte Hausinstallationssystem aufsteigen.
Dieses Problem lässt sich nur durch eine professionelle Rohrreinigung der Hauptleitung oder eine Kamerainspektion lösen. Hausmittel helfen hier nicht – sie erreichen die Schadenstelle nicht. Rufen Sie in diesem Fall den Sanitär-Notdienst – auch wenn es zunächst nur ein Geruchsproblem ist.
Manche Abwassergase (z. B. Schwefelwasserstoff) sind in höheren Konzentrationen gesundheitlich bedenklich. Wenn der Geruch intensiv und anhaltend ist, sorgen Sie für ausreichend Belüftung und klären Sie die Ursache zeitnah.
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